Kaffee Ja. Koffein wirkt leicht harntreibend, aber der Effekt ist klein und wird von der Flüssigkeit im Kaffee mehr als ausgeglichen. Eine Zusammenfassung von 16 Studien fand bei einer typischen Dosis eine um etwa 110 Milliliter erhöhte Urinmenge — bei sehr großer Streuung zwischen Personen. Im direkten Vergleich tranken 50 gewohnte Kaffeetrinker drei Tage lang entweder viermal 200 Milliliter Kaffee oder die gleiche Menge Wasser. Beim Gesamtkörperwasser und allen Hydrationsmarkern fand sich kein Unterschied. Kaffee zählt zur Flüssigkeitsbilanz.
Alkohol Nur eingeschränkt — und nicht als Ersatz. Alkohol bremst das Hormon, das die Wasserrückgewinnung in der Niere steuert, und zwar dosisabhängig. Bei Bier mit rund vier Prozent ist der Nettoeffekt klein: Ein Liter Lagerbier unterschied sich in der Urinausscheidung über vier Stunden nicht von einem Liter Wasser. Bei Wein und Spirituosen war die Ausscheidung in den ersten Stunden erhöht, über 24 Stunden aber nicht mehr.